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Montagen am Freitag

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Wenn ich die letzten Tage schon nicht meine Kamera in der Hand hatte, dann wenigstens meine Fotos. Das digitale Gestalten hat Spaß gemacht und – auch wenn man es nicht sieht – einige Zeit in Anspruch genommen. Die Fotos sind abstrakt geworden. Und vielschichtig, finde ich.

Ich wünsche Euch ein kreatives Wochenende.

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Geradlinig

Ist geradlinig eigentlich langweilig? Verpasse ich wohlmöglich etwas, wenn ich mich zu sehr auf Geradlinigkeit fixiere? Genaugenommen ist mein Leben recht geradlinig und auch auf meinen Fotos mag ich das ausgesprochen gern. Und daher habe ich gerade mein Fotoarchiv auf Geradlinigkeit durchstöbert und einige Funde von der Festplatte in diesen Blog gezaubert – ein Motiv, hundertmal gesehen. Letztlich ist es so, dass jeder den Weg für sich finden und gehen muss. Es ist unerheblich, ob dieser Weg geradlinig oder schief und krumm über Umwege verläuft. Am Ende steht das Ziel. Wenn man also mit dem Ziel vor Augen losläuft, ist der Weg egal. Am Ziel ankommen zählt. Aber wenn sich das Ziel ändert, ändert sich zwangsläufig auch der Weg. Ich möchte meine beruflichen Ziele ändern und stelle fest, dass es gar nicht leicht ist geradlinige Wege zu verlassen.

 

„Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt –
und nicht, was wir ersehnt haben.“
> Arthur Schnitzler <

Papier, Schere, … Fotoalbum

Da sind sie nun – meine 43.894 Fotos gespeichert in mehr oder weniger sinnvoll benannten Ordnern auf 3 Festplatten. Ein paar Fotos – meine persönlichen Best of’s sozusagen – haben es geschafft und hängen in verschiedenen Formaten auf verschiedenen Bildträgern an verschiedenen Wänden im Haus. Alle restlichen Fotos fristen jedoch ein sehr trauriges digitales Dasein. Ich schaue sie mir nämlich manchmal flüchtig an, wenn ich ein bestimmtes Bild suche, aber ansonsten setze ich mich nie an den PC um meine Fotos anzuschauen. Damit war ich schon immer unglücklich. Es gibt meine Lieblingsfotos an den Wänden, die ich bewundere und es gibt meine misslungenen Fotos, die ich ignoriere. Aber dann gibt es noch die Sorte Bilder, die dazwischen fällt. Die ich mir trotzdem gerne ansehe, weil sie viele Erinnerungen für mich bergen. Die gelungen sind, aber keinen Platz an einer Wand finden. Was also mache ich mit diesen Fotos?

Zunächst hatte ich Fotobücher ausprobiert. Fotobücher wie sie inzwischen überall angeboten werden. Ja, das Ergebnis war okay und ich schaue die Fotos öfter an, aber nicht of genug, weil es hat mich doch nicht vollends begeistert hat. Irgendetwas fehlte mir da noch. Dann hatte ich vor etlichen Jahren mal Scrapbooking ausprobiert. Das war recht aufwendig und eigentlich geht es da mehr um das Gestalten der einzelnen Seiten. Mitunter werden die einzelnen Albumseiten so stark gestaltet, dass das Foto völlig in den Hintergrund tritt, was gut für schlechte Fotos ist. Und auch wenn ich die schlechten Fotos gar nicht ausgedruckt hatte und mich gestalterisch stark zurückgehalten habe, hat mich der Scrapbook-Virus nicht gepackt.

Letztes Jahr im März habe ich dann (m)eine Methode gefunden. Ein System, dass ich über längere Zeit führen möchte und das all meine Alltagsfotografie ins rechte Licht setzt. Ein System, das ich gern in die Hand nehme und drin rumblättere. Etwas, das all meine kostbaren Alltagsmomente der vergangenen Monate birgt. Kleine Momente, die mein Gehirn schon längst unauffindbar abgespeichert hat. Aber genau diese kleinen Momente machen das große Glück aus. Die kurze Fahrradtour am Vatertag (und die überfüllten Radwege), der Kuchen am Wochenende, das Heidelbeerpflücken auf der Plantage, der Spielbesuch meines Sohnes, mein angefangenes (und mitunter nie beendetes) Strickprojekt, mein fertiges Strickprojekt, der Garten zu dieser und jener Zeit, das Sommerfest im Kindergarten, meine gelesenen/gekauften Bücher. Und all so Kram – ich glaube, Ihr habt jetzt eine Vorstellung davon, was ich meine. Fast eine Art Fototagebuch. Es macht ein wenig Mühe, aber es ist diese Mühe wert.

Das System ist ähnlich wie die Fotoalben von „früher“. Nicht so viel früher, aber ein bißchen früher. Es gibt (sehr hochwertige) Folien und diese Folien sind unterteilt und da sortiert man die Fotos und auch Sachen wie Eintrittskarten o.ä. ein, wenn man den möchte. Die fertigen Folien heftet man dann ein. Das ganze nennt sich Project Life und wurde von der Amerikanerin Betty Higgins entwickelt. Wenn man das Internet bemüht und nach Beispielen sucht, findet man sehr viele. Und auch auch sehr viele bunte und teilweise überladene Seiten. Das Ganze soll so eine Art Scarpbooking sein, aber schneller gehen, weil viel vorgefertigt ist. Nun ja, das kann jeder gern so handhaben. Ich nutze es in einer simplen Variante und finde es da total schön. Es wird auch nicht langweilig, weil es viele verschiedenen Formen von Folien gibt.

Und warum ich das gerade alles schreibe? Weil ich etwas im Rückstand war und diese Woche gerade über 200 entwickelte Fotos angekommen sind, die nun darauf warten in Reihenfolge gebracht und die Folien einsortiert zu werden. Womit ich gleich nach diesem Blogpost beginnen werde …

Ich lasse meine Fotos – nach der Bearbeitung durch mich – bei Saal Digital entwickeln und bin zufrieden – mit Qualität, Schnelligkeit und Kundenservice. Ich kann es immer kaum erwarten, die Papierfotos zu sehen, denn in Papierform sehen sie oft anders aus. Besser. Sie gewinnen für mich. Ich finde sie greifbarer. Ich habe aber auch gern Papier in den Händen. Die Farben sind toll. Und im Standardformat (10 x 15 cm) sind auch kleinere Unschärfefehler verziehen (passiert leicht beim Kind, dass sich nicht mehr so gern fotografieren lässt).

Und weil sich manche Dinge besser zeigen als erklären lassen, sind hier noch einige Beispiele.

Annett

Magnolien

 

Es wird wärmer und grüner. Der Winter ist endgültig vorbei und macht dem Frühling Platz. Und mit dem Frühling kommen die Magnolien. Nun blühen sie wieder. Anlass genug auch digital kreativ zu werden.

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Zudem habe ich gerade ACDSee Pro als Bearbeitungssoftware für mich entdeckt. Bisher habe ich das nur für die Bildverwaltung benutzt und da auch nicht die Pro Version. Aber ich muss gestehen für die Fotonachbearbeitung meiner Alltagsfotografie gefällt es mir richtig gut, denn es ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Und bezahlbar. Auch kein unwesentlicher Punkt bei Software. Wer sich die Version ACDSee Ultimate leistet, der kann auch Fotobearbeitung über Ebenen durchführen. Aber da bleibe ich bei meinem bisherigen Programm.

Was natürlich zunächst umständlich ist, ist, dass ich meine Arbeitsumläufe umstellen muss und zunächst mehr ausprobiere. Das kostet Zeit und ich muss meine – natürlich veranlagte – Bequemlichkeit und die Komfortzone überwinden. Sehr habe ich mich an vertraute Abläufe gewöhnt. Aber deswegen heißt es auch „Aller Anfang ist schwer“, glaub ich.

So ganz bin ich mit meinen ACDSee Pro Test noch nicht durch. Denn meine Alltagsfotos lasse ich auch immer noch auf Papier ausdrucken und ich bin schon gespannt, ob ich einen Unterschied zur Bearbeitung in Photoshop sehe.

Aber morgen ist zunächst Wochenende und ich schaue mal, welche Frühblüher mir noch vor die Linse kommen könnten …

Experimente und Erinnerungen

„If you wanna make me happy pour me Bourbon on the rocks and play every sad song on the jukebox …“ so singt Alan Jackson gerade während ich einen Einstieg für diesen Blogpost suche. Ich bin zwar kein Vielposter, aber nun war es hier doch recht still die letzten Tage. Manchmal muss ich mich einfach mehr auf mein Leben außerhalb der virtuellen Welt konzentrieren und finde dann keine Zeit und Muse für diese Parallelwelt.

Aber mir fehlt das Schreiben und das, obwohl ich noch gar nicht weiß, worüber ich schreiben möchte. Da ich gerade Country Music höre, liegt es nahe, dass ich noch ein paar Schätze aus meiner USA-Zeit zeige und aufarbeite. Denn immerhin habe ich dort die Musik kennen und lieben gelernt und werde daher auch jedes Mal beim hören in die Zeit zurück katapultiert.

Andererseits habe ich heute endlich meine Strick- und Häkelsachen fotografiert. Also die Dinge, die in letzter Zeit fertig geworden sind. Ich mag das gern auf Fotos haben, finde es aber oft schwierig diese Dinge gut in Szene zu setzen. Aber als Erinnerung reicht es allemal. Und zum experimentieren sowieso:

 

Wollstruktur

Ich habe schon darüber nachgedacht, mich doch mal ordentlich an das „Inszenesetzen“ von Handarbeiten zu versuchen, aber ich habe festgestellt, dass es mich nicht interessiert, weil mir Erinnerungsfoto genügen. Und daher zeige ich sie auch nicht. Aber was mich interessiert sind die Strukturen, die Häkel- oder auch Stricksachen ergeben. Daraus kann man vielschichtige Fotos basteln. Ich bin mir noch nicht sicher, wie und ob es mir gefällt, aber die Möglichkeiten sind nahezu unendlich:

Psycho

Überhaupt mag ich vielschichtige Fotos. Das Leben ist schließlich auch vielschichtig und nicht immer ist alles auf den ersten Blick sichtbar.

Inzwischen singt Alan Jackson „Gone Country“ und ich habe auf dem Blog von Dosenkunst seine USA Fotos bewundert und ein Foto des Crater Lakes entdeckt. Das wiederum hat mich inspiriert und dann – gedanklich – nach Oregon geführt. Und so habe ich in meinem Fotoarchiv gestöbert und zeige einige Eindrück von Oregon. Ich finde den Südwesten der USA beeindruckend, weil die Landschaft so atemberaubend ist. Oregon hat aber ebenfalls einen großen Eindruck bei mir hinterlassen, so groß, dass ich auch tatsächlich in Erwägung ziehe, dort mal zu leben (Alternative wäre New Mexico). Die Landschaft in Oregon ist weit und oft leer, aber dennoch vielseitig. Oregon hat eine wunderbare Pazifikküste und ich kann mich erinnern, dass ich einen ganzen Tag nur in Bandon am Strand rumgelaufen bin. Die Felsformationen am Strand und im Wasser sind toll. Außerdem haben wir noch den Hells Canyon und auch den Crater Lake besucht. Viel mehr Zeit hatten wir leider nicht. Aber die Zeit, die ich dort verbrachte, war sehr intensiv. Und die ist meine fotografische Zusammenfassung von Oregon. Eines Tages möchte ich noch mal Oregon besuchen. Oder dort leben. Ich bin flexibel.