Alltagsmomente

Hier ist es gerade sooooo ruhig. Unabsichtlich, aber ich hatte einfach nichts Interessantes zu sagen oder zu zeigen. Ich habe viel ausprobiert und hatte das Gefühl in einer Sackgasse gelandet zu sein – die Ergebnisse überzeugen mich nicht 100%ig bzw. sie sind noch nicht so, wie ich sie mir vorstelle. Aber ich weiß inzwischen, wie ich es nicht möchte. Ist ja auch schon mal hilfreich für die fotografische Entwicklung.

Ich habe die letzten Wochen also viel digital am Rechner gearbeitet und vor einigen Tagen dann festgestellt, dass ich das Fotografieren vernachlässigt habe und es mir sehr fehlt. Also habe ich heute meine Kamera mitgenommen und war nach meiner Arbeit gleich ein viel zufriedenerer Mensch. Ich fahre jeden (Werk-)Tag in die niedersächsische Landeshauptstadt und fühle mich „überfordert“ mit den städtischen Eindrücken. Es strömt so viel auf mich ein – Menschen, Geräusche, Gerüche, Einblicke, Ausblicke, Gefühle, Ansichten, Eindrücke. Aber durch den Sucher der Kamera erschien mir heute vieles geordneter und weniger überfordernd. Ich war auf das Fotografieren konzentriert und habe so nur einen ganz kleinen Ausschnitt wahr genommen und den Rest der Welt ausgeblendet. Das hat wunderbar für mich funktioniert. Manchmal frage ich mich, ob ich die Einzige bin, die keinen Spaß daran hat durch die Fußgängerzone und Geschäfte zu bummeln. Aber dann halte ich inne und schaue meine Mitmenschen bewußt an und sehe, dass noch mehr gestresst, genervt und überfordert sind. Und dies ganz besonders morgens. Vor der Arbeit.

Genießt Euren Feierabend,

Annett

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11 Kommentare zu „Alltagsmomente

  1. Ich gehöre auch zu den gestressten und überforderten, ich versuche diese Konsum-Meilen zu meiden, soweit es irgend geht. Auch auf Reisen in fernen Städten, zumal man sich gerade durch die ewig gleichen Shops und die Menschenmassen „zuhause“ fühlt. Oft reicht es ein paar Straßen weiter zu gehen, dann wird es ruhiger und authentischer…
    Allerdings würde ich auch gerne mal in einer Fußgängerzone fotografieren, Menschen (nicht mein Ding), Weitwinkel, nah, unbemerkt, Street halt. Mal sehen.

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    1. Abseits ist es ruhiger – das stimmt. Diese Bilder sind direkt vor und im Hauptbahnhof entstanden – da ist Action. Ich muss gestehen, ich habe für diese Fotos meine Komfortzone verlassen (müssen), aber ich wollte unbedingt diese Fotos machen und da war mir mein unwohles Gefühl egal. Das übrigens schnell verschwand und dann hat es Spaß gemacht und ich hätte fast meinen Zug verpaßt. Aber ich habe ja morgen wieder die Chance. Und übermorgen. Ich habe noch einige Ideen und möchte noch mehr ausprobieren, wenn ich denn jetzt schon meine Komfortzone verlassen habe … 😉

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  2. So wunderbare Aufnahmen! Wow! Vor allem das zweite, das dritte und das vierte haben es mir angetan! Schöne Technik die voll und ganz zur Wirkung kommt! Ich mag solche Spielereien, wirkt total genial! Genre mehr davon 😉

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