12 magische Mottos -Architektur & Design

In Paleicas Monatsmotto September ging es dieses Mal um Architektur & Design. Etwas, das mir Kopfzerbrechen bereitet hat – 30 Tage lang. Architektur ist überhaupt nicht mein Interessengebiet. Ich schaue mir nicht gern Städte an und noch weniger gern fotografiere ich sie. Genaugenommen, schaue ich mir auch sehr selten Architekturfotos an – obwohl es da durchaus tolle gibt. Also diesen Monat bin ich echt aufgeschmissen.

Zudem habe ich wochenlang gar nicht fotografiert (habe ich hier geschrieben). Nun ja, es sind jetzt also noch genau 3 Stunden bis zur Abgabe und der Druck etwas zu tun wird größer. Natürlich könnte ich das Monatsthema auch einfach ausfallen lassen. Bemerkt bestimmt keiner. Aber diese Option habe ich dann doch wieder verworfen.

Was tun ohne aktuelle, zum Thema passende Fotos? Ab ins Archiv. Gesagt, getan. Aber wonach soll ich suchen? Wie bereits erwähnt, ist mein Interesse an Architektur gering ausgeprägt. Während ich also darüber nachdenke, was ich in meinem Archiv suchen soll, musste mir erst einmal bewußt werden, was ich mag. Und ich wurde fündig. Es gibt doch Architektur die ich mag und die mir wichtig. Nur war es mir bisher noch nicht wichtig sie zu fotografieren und daher kann ich Euch nur eine bescheidene Auswahl zeigen und nicht diese wunderbaren, emotionsgeladenen Bilder aus meinen Kopf, die ich damit verbinde.

Zum Einen ist da die Bauart bzw. Architektur meiner Heimat. Meine ersten 23 Jahren Lebensjahre habe ich in einer Hansestadt an der Ostsee verbracht. Und wann immer ich diese Art zu bauen sehe, fühle ich mich gleich daheim. Erst letztes Wochenende war ich in Lübeck und habe mich sofort heimisch gefühlt. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, dass ich wirklich nie das Verlangen verspüre, den hanseatischen Charme der Architektur fotografisch festzuhalten. Hier also die wenigen Archivfotos aus meiner Heimatstadt Rostock in Mecklenburg und einer zweiten Hansestadt in Vorpommern – aus Stralsund. Dies sind Fotos aus 2008.

Rostock:

dsc_7380

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Stralsund:

dsc_7279dsc_7219

Soviel also zur hanseatischen Architektur aus meinem Fotoarchiv. Es gibt noch eine zweiten Architekturart, der mich sofort „zu Hause fühlen“ lässt, nämlich die Lehmziegelbauten des Südwestens der USA. Ich finde die Adobehäuser echt toll, sowohl die historischen als auch die neuen, die eigentlich nur noch so aussehen wie die ursprünglichen Lehmziegelhäuser. Diese Art des Bauens ist so ganz anders wie ich es bisher kannte. Es muss halt doch nicht immer perfekt und gerade sein. Neben den Adobehäuschen (meist in New Mexico) habe ich noch interessante Häuser in El Paso, Tx gefunden, die total sehenswert sind und ich sie deswegen auch fotografiert habe. Die Auswahl ist nicht besonders groß, aber bunt.

Taos Pueblo, New Mexico

dsc_1754

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In Santa Fe, New Mexico:

dsc_1813

In Las Cruces, New Mexico:

dsc_9491

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Mission Trail El Paso:

dsc_6341

dsc_8348

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In El Paso Downtown:

dsc_6793

dsc_6790

dsc_6800-a

Nicht mehr Downtown, El Paso:

canos-bar

Gerade noch rechtzeitig werde ich diesen Post veröffentlichen und verlinken um zu den 12 magischen Mottos beizutragen. Es war nicht mein Thema, aber morgen gibt es ja bereits ein Neues.

Annett

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orientierungslos

Ein Monat herrschte Ruhe auf diesem Blog. Ein Monat in dem ich nahezu nicht fotografiert habe. Ein Monat in dem ich auch jegliche andere Blogs und fotorelevanten Themen ignoriert habe. Ein Monat in dem ich viel (Romane) gelesen und mein Kind durch die ersten Schulwochen begleitet habe. Ein Monat in dem ich diesen Post ständig neu umformuliert und gelöscht habe. Ich habe versucht Sätze zu formulieren, obwohl es 2 Worte sehr treffend beschreiben: orientierungslos und ziellos. Beides bezieht sich auf meine Fotografie. Ich habe keine Orientierung und kein Ziel. Ein unangenehmer Zustand, der mich auch daran hinderte zur Kamera zu greifen und einfach Fotos zu machen. Es fällt mir schwer keinen „Plan zu haben“ und zu akzeptieren, dass ich gerade eine Phase höchster Ziellosigkeit durchlaufe. Naja, ich mag Struktur und Ordnung und ein Ziel gibt Halt. An einem Ziel kann ich mich orientieren. Ein Ziel gibt eine Ordnung vor.

Bis vor kurzem dachte ich, dass ich gerne meine Fotografie über kurz oder lang auf die berufliche Ebene ausdehnen würde, aber im Moment kann ich mir das gar nicht vorstellen. Da hängt so viel dran. So viel, was mich gar nicht interessiert. So viele Dinge, für die ich keine Energie aufwenden möchte. Heute habe ich nach der Arbeit wieder am Bahnhof fotografiert und genau das ist es, was ich möchte – fotografieren. Während des Fotografierens (und auch des Nachbearbeitens) vergesse ich Zeit und Raum. Meine ganze Konzentration und Aufmerksamkeit ist bei dem, was ich tue. Es ist total unkompliziert, leicht und mühelos. Die Zeit verfliegt. Ich könnte das ewig machen. Es fühlt sich richtig an. Das Geschehen um mich herum nehme ich kaum wahr. Und wenn ich das beruflich machen würde, wäre es dann auch noch unkompliziert, leicht und mühlos?

Für den Moment versuche ich also zu akzeptieren, dass ich es schwierig finde orientierungslos zu sein und greife einfach zur Kamera und fotografiere. Meine Fotos zeige ich dann hier. Und vielleicht taucht irgendwann auch ein neues (fotografisches) Ziel auf. Ansonsten muss wohl mein Weg als Ziel dienen.

Der letzte Absatz kann auch falsch verstanden werden. Natürlich möchte ich mich fotografisch weiterentwickeln und ich denke, wenn man regelmäßig fotografiert, tritt diese Entwicklung fast automatisch ein, da man dabei immer lernt, Neues entdeckt und ausprobiert und bisherige Techniken verbessert oder verfeinert. Ich möchte auch nach wie vor mit der Fotografie meine Kreativität ausleben. Aber ein bißchen beneide ich die Fotografen, die genau wissen, was „ihr Ding“ ist und das dann „einfach“ durchziehen. So jemand bin ich nicht.

Und weil Ihr nach einem Monat Funkstille eine Erklärung verdient habt, habe ich versucht in Worte zu fassen, was mich die letzten Wochen am Fotografieren und Bloggen gehindert hat. Aber ich bin natürlich nicht ohne Fotos zurückgekehrt und die zeige ich Euch jetzt.

2016-09-21-13-42-30-0057

2016-09-21-13-44-40-0061

2016-09-21-13-44-56-0063

2016-09-21-13-49-01-0079

2016-09-21-13-49-16-0080

2016-09-21-13-58-53-0095

2016-09-21-14-01-01-0099

Und zum Abschluss versüße ich Euch die restliche Woche mit den schönsten Treppen des Bahnhofs:

2016-08-23-13-50-17-0068

Annett