Das Licht der Hoffnung

von R. Stich-Rodler

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen. Die erste Kerze seufzte und sagte: “ Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz. Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße Glauben, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.“ Ein Luftzug wehte durch den Raum und die Kerze war aus. Leise und traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht. Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: „Aber, aber, ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!“ Und fast fing es an zu weinen. Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Hab keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.“ Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Lichter wieder an.

Ich wünsche Euch eine besinnliche Weihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben. Lasst uns dort sein, wo das Leben stattfindet – im Hier und Jetzt. Die Gegenwart zählt (natürlich nicht nur an Weihnachten).

Annett

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12 magische Mottos – Still.Leben

Der Dezember ist (erst) 4 Tage alt und ich kann bereits jetzt zu Paleicas monatlichem Motto beitragen. Ich habe heute auf dem Spaziergang – ohne das ich das Motto da schon kannte – die Fotos gemacht, die ich Euch zeigen möchte. Paleica sucht zum Ausklang des Jahres Bilder zum Thema Stillleben oder stilles Leben. Die Interpretation bleibt uns überlassen. Ihre (wenigen) Vorgaben sind folgende:

Still. Leben.

Das Thema dieses Mal kann auf zweierlei Arten interpretiert werden: entweder im kunsthistorischen Sinne, als „Stillleben“. Um euch genauer zu informieren, schaut einfach kurz in den Wiki-Artikel rein. Kurz zusammengefasst bedeutet es: leblose Gegenstände arrangiert zu zeigen.

Ihr könnt euch aber auch die wörtliche Bedeutung nehmen. Stilles Leben.

Heute mittag war ich bei wunderbar klarer Luft und sonnigem Wetter in meiner unmittelbaren Umgebung zum fotografieren unterwegs. Neben anderen Fotos sind auch die vier Folgenden entstanden. Meine Interpretation des Mottos ist stilles Leben. Es ist Winter. Die Natur ist still. Sie ruht und bereitet sich auf den kommenden Frühling sowie das damit verbundene Wachstum vor. Das Leben wird still und ist trotzdem da. Im Verborgenen. Nicht sichtbar. Das Leben im Winter ist ein anderes als das Leben im Sommer. Ebenso wie das Sonnenlicht – auch das ist unterschiedlich in den verschiedenen Jahreszeiten. Hier nun meine Fotos zum stillen Leben:

2016-12-04-14-58-17-0087

2016-12-04-15-02-32-0093

2016-12-04-15-02-02-0092

2016-12-04-14-58-58-0088

Und damit beendet Paleica ihr magisches Jahr 2016. Hat aber bereits gesagt, dass sie auch 2017 weiter macht. Es wird also auch nächstes Jahr magische Mottos geben. Ich bin gespannt und werde wieder dabei sein.

Annett