Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen

Fotografisch ist bei mir gerade sehr wenig los. Ich habe lauter Ideen, aber kriege sie nicht umgesetzt. Entweder ich schaffe es zeitlich nicht oder die Ideen sind wesentlich eindrucksvoller als die fertigen Fotos. Etwas, das mich arg deprimiert und kreativ hemmt. Vielleicht leide ich aber auch an einer Art Foto-Frühjahrs-Müdigkeit? Ist doch nicht ausgeschlossen, dass es so etwas gibt, oder?

Bis es also bei mir mit dem selber Fotografieren wieder besser funktioniert, vertreibe ich mir die Zeit mit dem lesenswerten Buch „Der rote Faden: Eigene Fotoprojekte konzipieren und verwirklichen“ von Meike Fischer. Es ist kurzweilig sowie informativ geschrieben und bietet natürlich auch etliche Fotoideen zur Umsetzung an. Angetan haben es mir Sachen, wie Fotoserien, Bildpaare und Triptychons (das fotografische, nicht das ursprüngliche, religiöse Triptychon). Und weil ich also gerade aktuell nichts Anständiges vor die Linse bekomme, durchstöbere ich mein Archiv nach geeigneten Fotos für Fotoserien, Bildpaare und Triptychons. Aber da es draußen nun endlich Frühling wird, zieht es mich natürlich auch raus in die Sonne (Vitamin D Mangel beseitigen) und in die endlich wieder erwachende Natur.

Ich gehe nicht oft und auch nicht sonderlich gern in den Wald. Vermutlich liegt das an der fehlenden Fernsicht. Und ich finde Wälder auch als Fotomotiv nicht besonders spannend (im Gegensatz zu Bäumen, die finde ich fotografisch sehr wohl spannend). Aber manchmal ist es halt doch wunderschön im Wald – freundlich, ruhig, friedlich, belebend, zauberhaft und dann bin ich dankbar dagewesen zu sein. Fehlen nur die kleinen Waldfeen. Oder sind es Waldelfen?

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Annett

12 Magische Mottos – Bewegung

Diesen Monat gibt Paleica ein tolles Thema vor – es geht um Bewegung. Genauer gesagt, geht es darum Bewegung fotografisch darzustellen.

Fotografie ist ein zweidimensionales und „starres“ Medium. Trotzdem ist es mit verschiedenen Techniken möglich, Bewegung einzufangen. Hierfür gibt es unterschiedlichste Methoden: extrem kurze Belichtungszeiten, um einen Moment „einzufrieren“. Lange Belichtungszeiten, um die Bewegung im Bild sichtbar zu machen. Die Kamera während des Auslösens bewegen oder „mitführen“. Nur um die offensichtlichsten zu nennen – wahrscheinlich gibt es noch x mehr.

(Paleica)

Das ist ein Thema, das ich durchaus interessant finde und auch schon – mehr oder weniger – unabsichtlich dargestellt habe. Ich finde gerade bei Doppelbelichtungen entsteht oft der Eindruck von Bewegung. Dennoch habe ich mich bei diesem Motto gegen meine geliebten Doppelbelichtungen entschieden und aus meinem Fotoarchiv Fotos eines einzigartiges Geschöpfes hervorgeholt. Und zwar deshalb, weil es mir durch seine tollen Flugbewegungen und sein offensichtliches Unvermögen stillzusitzen im Gedächtnis geblieben ist.

Es ist ein kleines, zierliches Wesen, das mit einem erstaunlich großem Futterneid ausgestattet ist und Blüten oder Nektarspender nur ungern teilt. Außerdem macht es ein einmaliges Geräusch beim Fliegen, ein Schwirren oder Brummen, das man hört noch bevor man den Vogel sieht. Am beindruckendsten finde ich jedoch, dass diese Geschöpfe auch rückwärts oder seitwärts fliegen können und so ausgesprochen kurzweilig zu beobachten sind bei ihren interessanten Flugmanövern (während des Kampfes um den besten Futterplatz). Mir fällt nur ein Minuspunkt bezüglich dieser Geschöpfe ein – hier in Europa sind sie nicht anzutreffen und ich vermisse sie, weil sie mir in meiner Zeit in Texas sehr ans Herz gewachsen sind. Wir hatten Nektarspender im Garten und im Sommer kamen dann die kleinen Gefährten.

Mein Beitrag zum Magischen Märzmotto: eine Miniserie Kolibris.

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Der Blauwal hat das schwerste Herz. Es wiegt bis zu 600 Kilogramm. Bezieht man das Gewicht auf die Körpergröße, ist das Herz des Blauwals jedoch nur ein Leichtgewicht (0,44% des Körpergewichts). Relativ am meisten zu schleppen hat der Kolibri. Sein Herz wiegt zwar nur 90 Milligramm, das macht aber 2,4% seines Körpergewichts aus.

Annett