Offline-Sommer

Ich war so lange weg aus der virtuellen Welt. Weg vom Computer. Weg von den von mir geschätzen Blogs. Weg von meinem Blog. Und sogar weg von meiner Kamera. Ich hatte kein Verlangen nach digitalen Dingen. Der Sommer war toll. Er ist zwar noch nicht vorbei, aber sein Ende kündigt sich an. Langsam, schleichend und unaufhaltsam. Ich sehe das Ende in den kürzer werdenden Tagen. Ich sehe es darin, dass morgens um 6 Uhr die Sonne nicht in unsere Küche scheint, sondern hinter dem gegenüberliegenden Haus verborgen bleibt. Ich sehe es an den kühlen Nächten und den mitunter ebenso kühlen Morgen. Ich bin wehmütig und nicht bereit den Sommer schon jetzt ziehen zu lassen.

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Dennoch bereitet der Sommer seinen Abschied vor und ich bereite langsam meine Rückkehr in die virtuelle Welt vor. Ich finde wieder Freude am Lesen anderer Blogs und habe ja nun auch einiges zum Nachlesen. Ich selbst war noch nie ein Viel-Blogger und werde das auch nie sein, aber ich blogge gerne und das wird auch so bleibt. Die Unregelmässigkeit und wenigen Beiträge werden auch so bleiben … vermutlich …

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Bleibt noch das Wiederbeleben meiner Kameraaffinität und meiner Fotografieleidenschaft. Sonntag habe ich damit „angefangen“ und war zum fotografieren unterwegs. Ich habe blühende Heide entdeckt und im Wald mit Sonnenstrahlen geflirtet. Ich habe erkannt, dass auch beim Fotografieren eine gewisse Routine und Übung unablässlich sind. Die Kamera lag schwer in meiner Hand. Das Handling war ungewohnt und doch vertraut – nicht so als ob ich sie die letzten 2 Monate ignoriert hätte. Wie wahr doch die alte Volksweisheit, dass Übung den Meister macht, ist. Ich konnte Sonntag nichts meisterhaftes finden. Vielleicht sollte ich auch mal eine dieser 365-Tage-Fotoübungen anfangen!? Aber ich bin mir unschlüssig, ob das wirklich meine Kreativität und Kamerahandhabung fördert oder nur irgendwann zu einer lästigen Pflicht verkommt und ich das Projekt aufgebe.

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Aber vor allem anderen, möchte ich jedoch den wunderbaren Sommer verabschieden und mich irgendwie mit dem kommenden Herbst anfreunden. Herbst … hat auch schöne Seiten … bunte, vor allem.

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Annett

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10 Kommentare zu „Offline-Sommer

  1. mir ging es genauso. Habe seit Mitte Juni nach meinem Griechenland Urlaub auch nichts nennenswertes fotografiert. Bei der Hitze keine Ambitionen gehabt ! Derzeit mache ich noch Fotopause aber denke Mitte September soll es bei mir auch wieder losgehen. Das mit dem Fotoprojekt 365 ( hat der Kuhnograph auch schon gemacht ) kann schon in enormen Stress ausarten ! Ich fange es lieber gar nicht an um es vielleicht dann abzubrechen !

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    1. Danke für Deinen Kommentar, Manni. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass Fotopause sein darf und muss 😉 Das mit 365-Tage-Projekt war nicht sehr ernst gemeint – mich würde der Druck stressen und – was ich viel schlimmer finde – ich vermute, dass früher oder später die Qualität meiner Fotos darunter leiden würde. Von der Freude und Leichtigkeit an der Fotografie einmal ganz abgesehen.

      Schönes Wochenende!

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  2. Hi Annett, ein bisschen abgewandelt, hätte auch ich diese Zeilen schreiben können. Ich glaube, dass dieses Offline-Zeiten total wichtig sind, nicht für die Kreativität, die Fotos, sondern einfach für uns selbst. Sie tun gut, der Seele, den Gedanken und dem Erleben des Lebens.

    Mit solchen Projekten habe ich die Erfahrung gemacht, dass mich jegliches Korsett von aussen, kreativ auch nicht weiter gebracht hat, weil ich mit dem Zwang, etwas produzieren zu müssen, nicht gut umgehen kann und dann geht gar nichts mehr. Aber andere haben damit positive Erfahrungen gemacht. Bin gespannt, ob du dich tatsächlich dafür entscheidest.

    LG, Conny

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    1. Hi Conny,
      ja, ich bin mittlerweile auch zu dem Ergebnis gekommen, dass offline-Zeiten und fotofreie Zeit wirklich richtig und wichtig sind. Für uns selbst – so wie Du schreibst.

      Wegen dem Projekt, da habe ich Manni schon geantwortet, dass das nicht sehr ernst gemeint war – mich würde der Druck stressen und – was ich viel schlimmer finde – ich vermute, dass früher oder später die Qualität meiner Fotos darunter leiden würde. Von der Freude und Leichtigkeit an der Fotografie einmal ganz abgesehen. Aus diesen und anderen Gründen wird es nicht so ein Projekt von mir geben 😉

      Schönes Wochenende!

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  3. Ich versteh Dich voll und ganz und gerade geht mir das recht ähnlich. Mit dem Unterschied, dass ich mir keine Pause erlauben kann weil ich mich ja entschieden hab, auf diesem Weg meinen Lebensunterhalt zu verdienen… Jetzt ist halt gerade Hochsaison und ich sehne mich schon mal wieder nach nem freien WE ohne Makera und PC. Aber ich beschwere mich nicht, denn ich kann das machen was ich nach wie vor sehr liebe 😉

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    1. Danke Dir. Ja, das sind die Vorteile eines Hobbies ;). Natürlich ist es toll, das Hobby zum Beruf gemacht zu haben und ich hoffe, Du behälst die Freude – trotz stressiger Phasen – daran. Deine Pause zum Durchatmen kommt bestimmt dann im Winter. 😀

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  4. oh ich kann dich so gut verstehen, in allem. für mich war dieser sommer auch sehr analog und das war nach sehr, sehr langer zeit mal wieder herrlich. aber langsam möchte ich zumindest in dieses stück virtualität zurückkehren, da ich das gefühl habe, dass sich sonst ein inneres portal in mir schließen könnte, das ich gerne offen lassen will.

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