Einfach anfangen

Natürlich sind Anfänge nie einfach. Ganz im Gegenteil. Anfänge erfordern Mut und Disziplin. Trotzdem sind Anfänge im Leben unabdingbar und manchmal muss, man eben „einfach anfangen“. Gerade im Bereich der Fotografie gibt es viele, die sich das Fotografieren durch Selbststudium und Rumexperimentieren beigebracht haben, die also einfach angefangen haben. Ich auch. Als ich 2007 das erste mal eine Spiegelreflexkamera in meinen Händen hielt, wollte ich alles wissen. Zunächst interessierte mich, wie ich die Kamera bedienen musste. Dazu habe ich – ganz schnöde – das Bedienhandbuch gelesen. Und als mir dann die grundlegenden Funktion meiner Kamera klar waren, habe ich angefangen mich für fotografische Grundlagen zu interessieren. Belichtungszeit, Blende, ISO, usw. Als ich damit „durch“ war, erwachte mein Interesse an Bildgestaltung  und Bildwirkung und das ist bis heute so geblieben. Ich lerne am liebsten aus Büchern. Vermutlich weil ich sie liebe. Ganz selten habe ich mal Tutorials angeschaut.

Als ich aber schon einiges an Fotowissen intus hatte und zudem die ersten akzeptablen Fotos ablieferte, habe ich noch einige Abendkurse an der Uni und VHS besucht. Die machen mir immer sehr Spaß, aber hauptsächlich, weil ich dort Gleichgesinnte treffe. Dagegen ist mein Lieblingsehemann nach all den Jahren zwar schon abgehärtet, wenn ich die Kamera zückte und eine längere Zeit mit dem gleichen Motiv verbringe, aber wirklich verstehen tut er es nicht. Muss er auch nicht. Und gerade deshalb ist es so erfüllend, wenn man sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Wenn man zusammen Fotos anschaut und kommentiert – da kann ich immer etwas lernen. Genau wie aus meinen Büchern, aber da ist der Lernprozeß leider einseitig. Trotzdem ist es wunderbar in Bildbänden zustöbern oder Foto“lehr“bücher durchzulesen. Inspirierend finde ich auch Biographien von sehr bekannten Fotografen.

Im Laufe der Jahre habe ich etliche Fotobücher zusammengetragen.

Lesefutter
Lesefutter

Es kommen noch immer neue dazu. Aber  ich verbringe leider viel zu wenig Zeit mit ihnen, dennoch ist mir jedes einzelne wichtig. Jedes ist anders. Einige inspirieren, einige motivieren, einige erläutern, einige lehren, einige schauen „hinter die Kulissen“. In jedem Buch gibt es neues zu entdecken. Selten lese ich die Bücher von A bis Z, sondern ich lese themen- oder interessebezogen. Dennoch ist es so, dass man immer dazu lernt. Der Lernprozess endet nie. Und daher freue ich mich zusammen mit diesem Blog neues Wissen zu entdecken und neue (fotografische) Fähigkeiten herauszubilden und die alten weiterzuentwickeln.

Eure Annett

Beerig
Beerig