Alltag, mehrfach

Eine wunderbare Woche liegt hinter mir – fotografisch gesehen. Seit einer Woche schleppe nehme ich jeden Tag meine Kamera mit zur Arbeit. Je nachdem wie pünktlich ich das Büro verlasse, habe ich dann 30 bis 40 Minuten zum fotografieren. Keine Zeit für ausgereifte Streifzüge durch die Stadt, aber jede Menge Zeit für Experimente, Spaß und Kreativität. Und irgendwie bleibe ich derzeit ständig bei Langzeit- und Mehrfachbelichtungen hängen. Vor allem Mehrfachbelichtungen haben es mir angetan. Vermutlich weil sie so stark ausdrücken, wie ich mich in der Stadt fühle. Und so freunden die Mehrfachbelichtung und ich uns gerade an. Es erscheint wie eine Spielerei, aber es ist gar nicht so spielerisch leicht sehenswerte Fotos damit zu erschaffen. Alles braucht Übung und hier sind meine Übungsergebnisse der letzten Tage.

Annett

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12 magische Mottos – Blüten & Blätter – Zugabe

Ich habe bereits hier meinen Beitrag zu Paleicas Mai-Motto geleistet. Aber der Mai ist noch nicht rum und ich habe Gefallen gefunden. Nachdem ich zuerst meine Blümchenfotos mit einem Fotobearbeitungsprogramm in die doppelte Form gebracht habe, habe ich heute die kamerainterne Mehrfachbelichtungsfunktion probiert. Nach einem Päuschen

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habe ich mich (im eigenen Garten) ausprobiert. Einige Bilder sind schön geworden, andere gefallen mir weniger. Einige Fotos sind näher an der Realität als andere. Aber alle bieten viele Details und reichlich Raum für eigene Entdeckungen. Und genau das gefällt mir. Diese vielen Details, die für jeden Betrachter anders sind. Die meisten Menschen sind ausgesprochen vielschichtig. Jeder sieht andere Dinge. Jeder empfindet andere Dinge. Aber man kann immer nur sehen, was bereits in einem steckt. Bei dieser Art der Fotografie wird weniger vorgegeben und so bietet sich mehr Freiraum für den Betrachter.

Ich finde die kamerainterene Mehrfachbelichtung ein nettes „Gimick“, vor allem eines, das Spaß in der Anwendung macht. Aber mir gefällt das Zusammenstellen im Fotobearbeitungsprogramm sehr viel besser. Ich habe gefühlt mehr Einflußmöglichkeiten. Die Kamera stelle ich auf 2 oder 3 Fotos ein. Anschließend fotografiere ich 2 oder 3 Fotos. Daraus macht die Kamera dann ein Bild (ein spannender Moment). Ich finde beim Selbstzusammenstellen am PC und dem Arbeiten über Ebenen habe ich mehr Möglichkeiten und kann kreativer gestalten. Ich persönlich habe mehr Spaß und fühle mich freier beim Gestalten des Bildes. Außerdem kommen mir da oft neue Ideen.

Aber für neue Sichtweisen und zur Belebung der Kreativität kann ich nur empfehlen, einmal beide Varianten ausprobieren. Keine Ahnung, warum ich 9 Jahre gebraucht habe, um darauf zu kommen. Definitiv werden Mehrfachbelichtungen und detailreiche, abstrakte Fotos nun regelmässig in meinem Repertoire auftauchen.

Annett