look down 3

Wie oft sind wir eigentlich dankbar dafür, dass uns unsere Füße dahin tragen, wo wir hin wollen? Vermutlich nicht sehr oft – das ist jedenfalls meine Vermutung, wenn ich von mir ausgehe. Ich beachte meine Füße wenig. Und dennoch ergeben Füße bzw. Schuhe auf diversen Untergründen eine weitere look down collage (look down 1 und look down 2 sind hier und hier zu finden).

Normalerweise erkläre ich nichts oder nur wenig zu meinen Fotos bzw. zumindest nichts zum Entstehungsprozeß. Mein look-down-Projekt ist ein kreatives, zwangloses Projekt, dass sich wunderbar in den Alltag integriert und sich immer und zu jeder Zeit durchführen lässt. Ich staune, wie sehr ich mittlerweile genau schaue und oft genug interessante Untergründe oder Strukturen auf dem Boden entdecke. Ein Foto ist dann schnell gemacht – auch auf dem Weg ins Büro.

Irgendwann kamen dann auch mal Schuhe mit ins Bild. Aber bei dieser Collage hatte ich ein Problem – der erste Versuch war einfach zu wild, zu bunt, zu ungeordnet, zu unruhig für meinen Geschmack. Es war kein roter Faden erkennbar (nur Schuhe sind nicht ausreichend) bzw. es entstand keine in sich geschlossene Collage. Also habe ich als erstes die Farbe rausgenommen. Schon besser! Die Strukturen der Untergründe treten nun deutlicher hervor. Als zweites habe ich die Fotos anders angeordnet. Es zieht sich nun eine Diagonale durch die Collage und auf jedem Bild zeigen Schuhe zur Bildmitte. Die Collage ist zwar unruhiger als ich es normalerweise mag, aber sie ist dennoch ist auf ihre Weise geordnet. Wenn man die Ordnung erst mal erkannt hat.

Füsse 2

Annett

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Geradlinig

Ist geradlinig eigentlich langweilig? Verpasse ich wohlmöglich etwas, wenn ich mich zu sehr auf Geradlinigkeit fixiere? Genaugenommen ist mein Leben recht geradlinig und auch auf meinen Fotos mag ich das ausgesprochen gern. Und daher habe ich gerade mein Fotoarchiv auf Geradlinigkeit durchstöbert und einige Funde von der Festplatte in diesen Blog gezaubert – ein Motiv, hundertmal gesehen. Letztlich ist es so, dass jeder den Weg für sich finden und gehen muss. Es ist unerheblich, ob dieser Weg geradlinig oder schief und krumm über Umwege verläuft. Am Ende steht das Ziel. Wenn man also mit dem Ziel vor Augen losläuft, ist der Weg egal. Am Ziel ankommen zählt. Aber wenn sich das Ziel ändert, ändert sich zwangsläufig auch der Weg. Ich möchte meine beruflichen Ziele ändern und stelle fest, dass es gar nicht leicht ist geradlinige Wege zu verlassen.

 

„Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt –
und nicht, was wir ersehnt haben.“
> Arthur Schnitzler <