Kann ein Foto zu wenig Inhalt haben?

Ich glaube darauf lässt sich nicht pauschal mit ja oder nein antworten, sondern das muss jeder für sich entscheiden.

DSC_2488 mod01a

Ich persönlich mag wenig Bildinhalt auch mal ganz gern. Aber wann ist zu wenig zu wenig? Ich mag Weite, Ferne und irgendwie auch Leere. Ich mag das beim Spazieren gehen und ich mag es auf Fotos.

DSC_2504 mod01a

Wann immer ich Weite sehe, erfasst mich ein Gefühl unbestimmbaren Verlangens und eine Sehnsucht hinaus ins Weite zu ziehen. Ich fühle mich sehr wohl, wenn ich den Blick frei schweifen lassen kann. Keine Bäume, keine Berge, keine Häuser, keine sonstwas, die den Blick unterbrechen und ablenken. Ich habe gern viel Himmel auf meinen Fotos. Viel Himmel vermittelt mir immer ein Gefühl von Weite und Größe.

DSC_2527 mod01a

Alles ist so gleichmässig und gleichtönig. Nichts stört. Nichts überfordert die Eindrücke. Keine sichtbaren Grenzen. Man kann das minimalistisch nennen. Oder langweilig. Je nach persönlichen Vorlieben.

DSC_2497 mod01a

Jemand anders hätte vermutlich im Gewimmel am Strand interessante Fotomotive gesehen, wie z. B. diese neuartige Hybrid Ferry. Die – so wie es scheint – sowohl im Wasser schwimmen als auch an Land fahren kann.

DSC_2516 mod01a

Es ist ebend doch oftmals alles eine Frage der Perspektive. Ganz besonders auch bei Hybrid Ferries.

Annett

Advertisements

Geradlinig

Ist geradlinig eigentlich langweilig? Verpasse ich wohlmöglich etwas, wenn ich mich zu sehr auf Geradlinigkeit fixiere? Genaugenommen ist mein Leben recht geradlinig und auch auf meinen Fotos mag ich das ausgesprochen gern. Und daher habe ich gerade mein Fotoarchiv auf Geradlinigkeit durchstöbert und einige Funde von der Festplatte in diesen Blog gezaubert – ein Motiv, hundertmal gesehen. Letztlich ist es so, dass jeder den Weg für sich finden und gehen muss. Es ist unerheblich, ob dieser Weg geradlinig oder schief und krumm über Umwege verläuft. Am Ende steht das Ziel. Wenn man also mit dem Ziel vor Augen losläuft, ist der Weg egal. Am Ziel ankommen zählt. Aber wenn sich das Ziel ändert, ändert sich zwangsläufig auch der Weg. Ich möchte meine beruflichen Ziele ändern und stelle fest, dass es gar nicht leicht ist geradlinige Wege zu verlassen.

 

„Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt –
und nicht, was wir ersehnt haben.“
> Arthur Schnitzler <