infobesity

Infobesity – diese interessante Wortschöpfung habe ich neulich entdeckt und fühlte mich sogleich angesprochen. Infobesity bedeutet Informationsüberfluss. Soziale Medien wie Facebook & co., Blogs, Communities, minütlich aktualisierte Nachrichten in den Apps diverser Zeitungen oder Fernsehsender, WhatsApp-Gruppen, Foren, usw. usf. bieten Informationen ohne Ende. Es sei dahingestellt, ob diese Informationen wichtig oder unwichtig, sinnvoll oder sinnlos sind. Das beurteilt jeder für sich. Fakt ist aber, dass man sich kaum noch dieser medialen Flut an Informationen entziehen kann und/oder will. Und das betrifft nur unser digitales Leben. Wir sammeln ja auch Informationen im „real life“. Aber wie merkt man, wann es zu viel ist?

Ich muss gestehen, ich bin nicht sehr belastbar, was soziale Medien und Informationen betrifft. Ich habe recht schnell genug und dann auch kein Interesse noch mehr zu konsumieren. Bei Facebook habe ich mich 2013 abgemeldet, aber aus verschiedenen Gründen letztes Jahr wieder an. Besonders aktiv bin ich nicht geworden und überlege wieder zu gehen. Facebook bietet mir nichts (mehr), es überfordert mich lediglich. Und ich finde ganz viele geteilte Informationen dort einfach nur sinnlos und zeitraubend. Bei Instagram war ich ein Jahr – dann wurde es mir zuviel. Twitter & Co. habe ich nie ausprobiert. Offensichtlich komme ich also recht schnell an einen Punkt, wo ich finde, dass sich die Inhalte mit geringfügigen Änderungen wiederholen oder mich langweilen. Nun gut, zusammengefaßt kann gesagt werden, dass ich soziale Medien eher unsozial finde und mich nicht darin aufhalten mag. Es kann natürlich auch sein, dass ich *räusper* „alt“ werde …

Was ich aber mag ist, in den Blogs anderer zu stöbern. Da lese ich gern, weil die Texte toll sind (meistens) und neue Gedankenimpulse geben. Ich merke, wie der Schreiber sich Gedanken gemacht und Mühe gegeben hat. Und natürlich liebe ich es die Fotos anderer zu betrachten. Es gibt so unglaublich viele gute und talentierte (Hobby-)Fotografen – das ist echt Wahnsinn. Und da bin ich froh, dass es so einfach ist dere Fotos zu konsumieren. Nun ist mir vor einiger Zeit jedoch aufgefallen, dass ich die Fotos nicht sehr aufmerksam betrachte, wenn in einem Beitrag zu viele davon sind. Gefühlt ab 20 Fotos pro Post leidet meine Motivation jedem Foto die wohlverdiente Aufmerksamkeit zu schenken. Das ist schade.

Und weil dies mein Blog ist, habe mir vorgenommen, weniger Fotos pro Post zu zeigen. Ich habe zum Anfang immer recht viele gezeigt, aber das ist im Laufe des letzten Jahres schon weniger geworden. Mir gefällt es besser und daher werde ich dabei bleiben. Das bedeutet, dass ich von den 20 guten Fotos die 5 besten auswählen und zeigen werde. Vielleicht wird es dann noch mal einen anderen Post mit den 5 Zweitplatzierten geben. Vielleicht aber auch nicht.

Ich möchte dadurch genaugenommen mehr Beachtung für jedes einzelne Foto erreichen. Ich finde es schöner, wenn ich denke, dass der Betrachter 5 Fotos in Ruhe und länger anschaut, als dass er im Schnelldurchlauf 20 oder mehr Fotos durchscrollt. *

Und irgendwie möchte ich auch dem Trend der digitalen Masse entgegenwirken. Nicht immer ist viel auch besser. Manchmal ist viel einfach nur viel und erdrückt. Nur das merken wir oft nicht. Oder erst, wenn es zu spät ist.

(* 5 und 20 sind von mir gewählte, (fast) beliebige Zahlen)

Und weil nur mein letzter Beitrag „Das Licht der Hoffnung“ ohne Fotos sein sollte, zeige ich Euch nun noch Strandbilder. Ostsee. Es war windig, aber der Wind ließ die Wellen tanzen und schäumen. Es schien die Sonne und zauberte ein wunderbares Winterlicht. Alle Fotos sind Doppelbelichtungen. Es fällt mir richtig schwer das zu lassen. Also diese 2-in-1 Fotogeschichte. Es ist so unglaublich kreativ, weil sich so viele Möglichkeiten bieten. Und oft sieht man erst am PC, ob ein Motiv funktioniert oder nicht. Das macht es auch noch spannend.

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Sanddorn in den Dünen
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Blick auf Warnemünde

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Ich wünsche Euch einen wunderbaren Start ins Jahr 2017.

Annett